Unsere Position

Wir stehen zu der Energiewende, also der geplante und bereits begonnene Umbau des Energieversorgungssystems Deutschlands hin zu erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz bei Wahrung der Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Sie stellt für uns ein wünschenswertes und erreichbares Ziel dar.

Die äußerst ambitionierten Ziele für die Klimagasreduktion und die Senkung des Energieverbrauchs können nicht durch die Vorgabe eines bestimmten Technologiemix einseitig erreicht werden. Stattdessen muss die Erreichung der gesetzten Ziele technikoffen erfolgen.

Wir brauchen eine Stärkung der Energieforschung, z. B. bei der Entwicklung von Energiespeichertechnologien, neuen Antriebstechniken im Verkehrsbereich, der Weiterentwicklung der Anlagen- und Systemtechnik bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Es müssen unter anderem großtechnische Verfahren zur Gewinnung und Speicherung von Wasserstoff, Methan und Methanol aus erneuerbaren Energiequellen entwickelt werden.

Niemand kann die technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen über Jahrzehnte verlässlich vorhersagen. Deshalb muss das Energiesystem so flexibel gestaltet werden, dass es sich marktwirtschaftlich an neue Bedingungen und Entwicklungen anpassen kann und Handlungsspielraum bei neuen Rahmenbedingungen verbleibt.

Die geplanten Windkraftanlagen am Asberg am Siebengebirge verteuern nur unsere Energie, sind bei der Betrachtung der gesamten Umweltbilanz schädlich. Sie führen nicht weiter auf dem Weg zur Energiewende! Sie zerstören unser einmaliges Landschaftsbild und unsere Natur, ohne auch nur etwas CO2 zu reduzieren.

Keine Zukunftssicherheit

Das EEG fördert einen einseitigen Energiemix. Wir brauchen aber dringend nicht nur Strom sondern auch Technologien zum Speichern der Energie, Technologien zur effiziente Wärmeerzeugung und Technologien zum Sparen von Energie. Nur im Technologiemix kann die Energiewende gelingen. 

Wir warnen vor einer einseitigen Energiewende, deren Hauptziel die Erzeugung von Ökostrom darstellt und alle anderen Bereich vernachlässigt. Diese einseitige Förderung geht nicht nur zu Lasten unserer Natur sondern gefährdet darüber hinaus die Energiewende als Ganzes.

Die EEG-Umlagen werden weiter steigen

Trotz der Reform des EEG wird die Umlage weiter steigen. Sie betrug schon 2013 mit rund 23 Mrd. Euro rund das Zehnfache gegenüber der Umlage vor 10 Jahren. Wird der Ausbau der Ökostromerzeugung in dieser Form weiter vorangetrieben, werden unsere Strompreise in unermessliche Höhen steigen.

Dabei übersteigt die Ökostromerzeugung bereits heute zeitweise unseren Strombedarf mit der Folge, dass der Strom, ehe eine Regelung greift, zum Nulltarif in unsere Nachbarländer abgegeben werden muss. Teilweise müssen wir für die Weitergabe sogar draufzahlen. Ein weitere Ausbau von Winkraftanlagen ist daher derzeit nicht sinnvoll!

Persönlicher Beitrag zur Energiewende

Politische Rahmenbedingungen lassen sich nicht schnell ändern. Neue Technologien sind auch nicht über Nacht erfunden. Atomkraftwerke wollen wir alle nicht haben. Wie sieht also die Lösung aus?

Eine endgültige Antwort können wir natürlich auch nicht geben, aber einen Leitfaden für den persönlichen Beitrag zur Energiewende haben wir. Er ist bestimmt nicht vollständig – aber wenn Ihnen etwas auffällt, sagen Sie es uns und wir nehmen es mit auf:

  1. Energiesparen: Den größten Effekt und das größte Potential bietet das Energiesparen:
    • Tauschen Sie alte Glühlampen durch moderne LED-Leuchtmittel aus.
    • Heizen Sie nur so viel, wie sie wirklich brauchen. Ein Beispiel: würden wir alle unsere Raumtemperatur nur um 1 Grad senken, sparen wir alle bereits mehr Energie als alle Ökostromanlagen bei optimaler Auslastung derzeit liefern können.
    • Senken Sie den Verbrauch von Warmwasser.
    • Dämmen Sie Ihr Haus und senken Sie damit den Energiebedarf.
  2. Machen Sie sich unabhängig: Nutzen Sie Sonnen- und Erdwärme als alternative Energiequelle bei Ihrer nächsten Sanierung.

 

Keine echte Energiewende

Wir müssen die Elektrizitätsversorgung dort ausbauen, wo sie ökologisch sinnvoll ist und der Nutzen ein Gleichgewicht mit den ökologischen Folgen bildet. Am Asberg im Siebengebierge ist das nicht der Fall.

Um einen Zusammnenbruch unseres Stromnetzes zu vermeiden müssen wir die eingespeiste Leistung, die überwiegend von der Verfügbarkeit der Sonnen- und Windenergie abhängig ist, durch herkömmliche Kraftwerke ausgleichen. Ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Kraftwerke ist nicht möglich aber alternativlos, da Speicherkapazitäten nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen.