Unser Wald ist voller Höhepunkte - noch!

Es gibt viele Anziehungspunkte um den Asberg. Gläubige Menschen oder solche, die Besinnung suchen wandern zum Auge Gottes. Wanderer genießen das ausgezeichnete Wanderwegenetz durch die attraktiven Mischwälder. Sportler ziehen laufend, per Mountainbike oder zu Pferd ihre Kreise. Unser Wald hat viele Funktionen. Er ist nicht nur Lebensraum und Rückzugsgebiet vieler Tierarten. Er ist auch Rückzugsgebiet für die Menschen, die die Natur suchen. Ein Rückzugsgebiet das demnächst von Rotoren mit einem Durchmesser von 117m optisch und akkustisch beschattet wird. Ein Gebet am Auge Gottes, wenn in der Nähe die Rotoren rumoren? Eine Winterwanderung, wenn die Windräder mit Eiswurf drohen? Wohl kaum. Wer will schon in einem Industriepark mit Zwischenbegrünung flanieren.

Einmalige Fächen mit geschützten Pflanzen (Ilex/Rotbuche) werden geopfert

Wenige Meter westlich des Asbergs weist jede gute Wanderkarte ein wertvolles Ilexgebiet aus. Wer als Spaziergänger dort Zweige stiebitzt, um sie als Dekoration mit nach Hause zu nehmen, wird vom Förster mehr als nur ein paar unfreundliche Worte zu hören bekommen. Ilex ist geschützt. Dass dieser Bestand die Bauarbeiten zum Windpark nicht überleben dürfte, scheint dagegen keine Rolle zu spielen. Endet Naturschutz an der kommunalen Kasse?

Unser einmaliges Rheinpanorama gerät unter die Räder

Der Asberg und seine Umgebung ist Naturlandschaft, aber selbstverständlich über die Jahrhunderte auch vom Menschen geprägt. Wege, Pfade, Spuren des Bergbaus und die Forstwirtschaft prägen seinen Charakter. Doch alles, was der Mensch in der Vergangenheit gemacht hat: Das Rheinpanorama ist bisher unberührt geblieben. Die Landschaft um den Asberg fügt sich harmonisch in das Panorama ein, das den unteren Mittelrhein am Siebengebirge prägt. Sanfte Hügel mit historischen Höhepunkten wie dem Drachenfels, dem Rolandsbogen oder der Apolinariskirche. Ein Windpark auf dem Asberg würde díeses über Jahrunderte gewachsene Panorama dominieren und zerstören. Eine pseudoökologische Industrieanlage auf dem Asberg mit knapp 200m hohen Windrädern ist das Ende vertrauter und geliebter Sichtbeziehungen in unserer Heimat. Das sollte jedem klar sein, der dieses Projekt befürwortet.

Schaden für unsere Gastronomie und den Tourismus

Die Gastronomie in der Rheinschiene ist ein empfindliches Pflänzchen, das durch den Rheinsteig Aufschwung erfahren hat. Wie werden Touristen künftig über Rheinbreitbach, Remagen, Bad Honnef sprechen? "Wir hatten von unserem Hotel einen romantischen Ausblick auf den Windpark im Sonnenaufgang." Sicherlich nicht. Fakt ist: Windräder der am Asberg geplanten Größe, die mit der Landschaft nicht harmonieren, beeinträchtigen die Touristenzahlen und schädigen nachhaltig den Tourismus.