Unserer Tierwelt geht es an den Kragen

Der Naturpark Rhein-Westerwald um den Asberg beheimatet in seinen Wäldern am Rande des Siebengebirges eine Vielzahl von geschützten, auch für Deutschland einzigartige Tierarten. Der Lebensraum dieser Lebewesen, die teilweise auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen, ist durch den Windpark in akuter Gefahr.

Und noch schlimmer: Viele bedrohte Arten wie der Rotmilan, der Schwarzstorch, der Uhu und der Kolkrabe, um nur einige Beispiele zu nennen werden von der Sogwirkung der Windradpropeller angezogen und geschreddert. (Foto Schwarzstorch)

 

Fledermausschwärme, die ihren natürlichen Lebensraum in den Baumkronen der Wälder am Asberg haben werden, durch die Luftdruckveränderung der gewaltigen Propellerfläche von ca.11.000m2 /Windkraftanlage getötet, da ihre Lungenbläschen bereits platzen, wenn sie nur in die Nähe der Windkraftanlagen geraten.

Die Propellergeräusche vertreiben viele Zugvögel wie Wildgänse und Kraniche indem sie die natürlichen Flugbahnen stören. 

Kein Vogel, egal welcher Art hat, wenn er in Richtung der Windkraftanlagen fliegt, bei Geschwindigkeiten von über 300km/h an den Rotorenspitzen, eine Überlebenschance.

Die geschützte Wildkatze, die seit einigen Jahren wieder am Asberg beheimatet ist, wird durch den gewaltigen Eingriff in ihren Lebensraum vertrieben.

Die Population der vom Aussterben bedrohten, auf Veränderungen in ihrem Lebensraum äußerst sensibel reagierenden Gelbbauchunke im FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) wird durch die umfangreichen Bau- und jahrelangen Wartungsmaßnahmen mehr als gefährdet. 

Die EVM schreibt uns in einem Antwortschreiben vom 03.02.2014:

„Abhängig von den Untersuchungsergebnissen werden die Schutzmaßnahmen für Vogelarten im Dialog mit den Genehmigungsbehörden festgelegt. Eine Aussage hierzu kann erst getroffen werden, wenn die Ergebnisse der laufenden Begutachten hierzu vorliegen und ausgewertet sind.“ „Das Fledermausgutachten liegt uns bisher nicht vor. Welche Warnsysteme und Schutzmaßnahmen sinvoll sind, wird man erst beurteilen können, wenn bekannt ist, welche Arten zu schützen sind.“ 

Viele weitere Infos zur geschützen Tier und Pflanzenwelt um den Asberg und im Siebengebirge finden Sie hier:

www.nationalpark-siebengebirge-buergerverein.de/naturschutzgebiet-siebengebirge.html